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Bildungsstreik

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Bildungsstreik
« am: 08. Dezember 2009, 22:14:25 »

Hallo,
mich würde mal interessieren wie denn unsere Fachschaft zum aktuellen Thema des "Bildungsstreiks" steht.
Ja, jeder kann für sich selbst entscheiden usw. Aber ein Aufruf der Fachschaft zum Streik oder eben nicht kann vieles bewirken, wie ich glaube.
Also etwas konkreter.
Was hat die Uni von den Studiengebühren bis jetzt für uns getan?
Brauchen wir eine neue "Oase" als Med. Bib. ?
Wie steht Ihr dazu und wie steht die Fachschaft dazu ?

Daniel
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Re: Bildungsstreik
« Antworten #1 am: 09. Dezember 2009, 10:15:22 »

Hallo Daniel und alle Interessierten,

toll dass du so interessiert bist! Komm doch mal in der Fachscaft vorbei, wir brauchen engagierte Leute wie dich.

Entschuldige bitte die lernbedingte Kürze der nun folgenden Antworten, sie sollten aber hilfreich sein:

1. Selbstverständlich wurde das Thema mehrfach in der Fachscaft diskutiert. Schau dir auch mal die dazu vorhandenen Threads an, da könntest du z.B: auf die unten angehängte Position stoßen;)

2. Die Oase wurde von Studenten entworfen, es gab da einen von der Fachschaft ausgerufenen Wettbewerb. Diese und weitere interessante Hintergrundinfos findet man in entsprechenden (Diskussions)Threads (z.B: über die -> Suchfunktion).

Viele Grüße
Remo
Moderator informieren   Gespeichert
Re: Bildungsstreik
« Antworten #2 am: 09. Dezember 2009, 12:28:29 »

Vielleicht noch ein zweiter Zusatz:

Bildungsstreik:
Vorab, es wurde reichlich diskutiert, viele verschiedene Meinungen darüber ausgetauscht. Einig waren wir darin, dass sich was ändern muss! Erstens muss besser und in höhere Qualität gelehrt werden. Das haben wir alle erkannt und arbeiten, übrigens mit vielen Stundeten und Dozenten, gemeinsam an einen komplett neuen Curriculum! (soll 2011 in Kraft treten) Allen ist klar geworden, dass wir nicht nur an dem zu lehrenden Stoff sondern auch an den Bedingungen feilen müssen, dass Bildung nicht gleich Ausbildung ist. Ich denke wir sind da als Fakultät auf nem gutem Weg, vor allen Dingen sind wir als Studierende in allen Prozessen integriert und geben kräftig unseren Senf dazu!

Soweit die Einigkeit. Uneinig waren wir uns jedoch darüber, welche Mittel dafür gewählt werden sollten. Einige hielten beispielsweise die Hörsaal-Besetzung für angemessen, andere nicht (ihr habt die Diskussion im Forum ja verfolgt...) Ich denke hier sieht die Situation ähnlich wie beim Rest der Studenten unseres Studiengang aus, auch hier hört man sehr kontroverse Kommentare zu den Besetzungen.

OASE:

Antwort: JA, wir brauchen dringend eine "OASE". Wir haben seit geraumer Zeit keine eigene Bibliothek mehr. Ich weiß nicht in welchem Semester du bist, ich kannte die alte Mediziner-Bib auf dem Klinik-Gelände noch. In der aktuellen Bib sind wir ziemlich gequetscht, man findet zu Stosszeiten keinen Platz mehr fürs Lernen. Noch schlimmer finde ich, dass es kein professionelles, medizinisches Personal gibt, die beraten können. Somit stand eigentlich schon früh fest, dass wir dringend ne neue Bib brauchen. Nun ist es aus meiner Sicht noch besser für uns gekommen: Wir bekommen mehr als nur das! Die OASE wird hoffentlich mal endlich ein "zu Hause" für die Medizin-Studenten auf dem Campus!

Studiengebühren:

Eine Grundsatzdiskussion über Studiengebühren ist schon 1000mal geführt worden, die möchte ich ausdrücklich NICHT anstoßen, ich denke da ist dies hier der falsche Ort!

Was passiert mit den Studiengebühren? Wir haben als Fakultät eine Kommission zu Vergabe der Studiengebühren eingerichtet. Hier kann jeder! (also auch du oder ich) Anträge zur Verbesserung der Lehre bzw. der Lehr- und Lernbedingungen einreichen. Teil dieser Kommission sind 4 Studierende,Frau Prof. Ritz-Timme  (Studiendekanin) Prof. Decking (stellv. Studiendekan), Prof. Hugger (stellv. Studiendekan Zahnmedizin) und Dr. Rotthoff (Angestellter im Studiendekanat und der Klinik für Endokrinologie); wir haben also die Macht ;-)
Es wurden bisher, finde ich zumindest, ziemlich gute Projekt  gefördert:

Beispiele:
Bau des Trainingszentrums für ärztliche Fertigkeiten in der MNR-Klinik, Anschaffung der Lehrmittel dafür
Aubildung von Lehrkräften zum MME (Master of medical education)
Aufbau des Kommunikationsprojektes in der Klinik
Ausbau des Präpariersaals mit Monitoren und Kamerasystemen in der Vorklinik
usw.......

Man kann ohne Frage trefflich darüber streiten, ob man dafür Studiengebühren braucht, oder ob diese (so wie ich finde ohne Frage vollkommen sinnvollen und tollen) Projekte auch ohne Gebühren finanziert werden müssten. Ich habe persönlich den Eindruck, dass die Gelder, die der Fakultät aus den Studiengebühren zur Verfügung gestellt werden, ziemlich sinnvoll und nachvollziehbar eingesetzt werden.

Falls du dich für mehr interessierst, hier ist eine ganz ausführlich Aufführung: http://www.medizinstudium.uni-duesseldorf.de/Lehrende/Dokumente/Bericht_-Uni_-Studienbeitraege_20082009



Ich möchte Remo´s Anmerkung nochmals bekräftigen: Komm doch mal vorbei, alle Sitzungen der Fachschaft sind öffentlich. Wir brauchen Leute die konstruktiv mit diskutieren und gute Ideen haben!

Gruß

Philipp 

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